Der 28. Jugendcup von Kutu SH, der im Rahmen des 100-Jahr-Jubiläums stattfand, war aussergewöhnlich.
Aussergewöhnlich waren vor allem die Rahmenbedingungen. Erstens war der für den jüngsten Kunstturnernachwuchs anspruchsvolle Wettkampf in das Jubiläum der Kunstturner eingebettet. Zweitens war der Gründer dieses national ausgeschriebenen Nachwuchswettkampfes und Gründer des Turnzentrums Schaffhausen, Gerhard Fuchs, persönlich in der Halle. Und weil bekanntlich aller guten Dinge drei sind, erhielt der neue Cheftrainer der Schaffhauser Kunstturner, Zbynek Zahlava, einen Eindruck, wie sich ein Wettkampf an seinem neuen Arbeitsplatz anfühlt. Zahlava, der im Rahmen der Jubiläumsfeier am Abend den Gästen und anwesenden Eltern offiziell vorgestellt wurde, war als Trainer des Turnzentrums Rheintal angereist.
Kutu SH-Trainer zufrieden
Der Jugendcup ist bei den Nachwuchstrainern der Schweizer Turnzentren sehr beliebt, weil die jungen Turner richtig gefordert werden. Sie absolvieren einen Sechskampf als Vorrunde mit anschliessendem Finale mit den besten neun Turnern, die sich nochmals an drei Geräten (Boden, Barren und Reck) messen. Trainer Martin Fuchs vom gastgebenden Turzentrum Schaffhausen beschreibt die Leistungen der Kutu-SH-Vertreter wie folgt: «Im Einführungsprogramm zeigten Yannick Spingler und Dominik Göllner, dass sich der Trainingsaufwand lohnt und sie sich kontinuierlich steigern. Sie können am Heidilandcup in zwei Wochen ihr Können nochmals unter Beweis stellen.» Die vier Jüngsten im Dreispitz-Team, Sean Meier, Daniel Ebrahimi, Jerome Windler und Leon Montanile durften erstmals an einem «grossen» Wettkampf teilnehmen und konnten hier wertvolle Wettkampferfahrungen sammeln. «Unsere P1-Turner Tim Richter, Robin Montanile, Nick Amon, Jamie Moser, Yves Fässler und Nicolas Bächtold zeigten alle einen guten Wettkampf. Tim Richter vermochte sich als 6. in der Vorrunde für den Final zu qualifizieren. Im Final zeigte er nochmals drei gute Übungen und konnte seinen 6. Platz erfolgreich verteidigen.» Mostafa Shamari und Loris Schüpbach vertraten Kutu SH im P2. Schüpach litt noch an einer Zehenverletzung, die er sich eine Woche zuvor zugezogen hatte, trotzdem zeigte er eine gute und kämpferische Leistung. Shamari zeigte dem Publikum und seinen Trainern, was wirklich in ihm steckt. Als Zweiter in der Vorrunde qualifizierte er sich souverän für den Final der besten neun. Im Finale konnte er erneut seine gute Form bestätigen und klassierte sich punktgleich mit Linus Rohner aus St. Gallen auf dem zweiten Platz. «Alle im Einsatz stehenden Schaffhauser Kunstturner zeigten eine tolle Leistung. Der Kampf um die letzten Plätze für die bevorstehende Schweizer Meisterschaften der Junioren 1./2. Juni in Schaffhausen geht weiter», so Erich Wanner; der langjährige Spitzenturner ist ebenfalls einer der Juniorentrainer im Dreispitz in Herblingen.
