Souveräner Schweizer Sieg in Wallisellen

Der Kunstturn-Länderkampf Schweiz – Belgien – Niederlande in Wallisellen, der im Rahmen des Swiss Cups stattfand, endete mit einem Favoritensieg der Schweiz.

Bei der U-18-Länderkampf-Premiere in Wallisellen ging die Schweiz als Favorit an den Start. Entsprechend gelöst und zuversichtlich waren die Auswahlturner; die Hälfte des Schweizer Teams stellte mit Taha Serhani, Marco Walter und Richie Wanner Kutu Schaffhausen. «Nicht sonderlich aufgeregt», lautet die Auskunft der Zukunftshoffnungen des Turnzentrums Dreispitz Herblingen, bevor der Wettkampf losging. Nicht nur die Favoritenrolle beruhigte die Turner, sondern auch einige bekannte Gesichter von zu Hause. Allen voran Cheftrainer Sebastian Faust, der mit Domenico Rossi das Schweizerteam führte. Oder Roland Schlatter als Speaker, der zusammen mit der ehemaligen Kunstturnerin Linda Stämpfli und Dagobert Cahannes das Publikum kompetent durch das Programm führte. Mit von der Partie waren auch Dreispitz-Trainer Erich Wanner und Andreas Strupler, der heute beim Leistungszentrum in Zürich arbeitet, die als Kampfrichter die Leistungen der Athleten bewerteten. 

Beinbruch am Sprung
Der Länderkampf, der nach dem 6-5-4-Prinzip, jedes Land hat sechs Turner im Einsatz, fünf gehen an die Geräte, und die vier besten Leistungen zählen für die Wertung, begann für die Schweiz am Pferdpauschen. Die Schaffhauser im Schweizer Team präsentierten sich wie ihre Kollegen in bester Verfassung und gingen schon nach dem zweiten Gerät in Führung. Pech hatte Marco Walter an seinem Paradegerät, dem Sprung, bei dem er auf dem Hosenboden landete. Am gleichen Gerät hatte ein holländischer Athlet noch mehr Pech. Er brach sich bei der Landung ein Bein und musste notfallmässig ins Spital gebracht werden. Am Verlauf des Länderkampfes änderte dies nichts. Die routinierteren Schweizer siegten souverän mit 330,7 Punkten, vor den Belgiern (296,75) und den vom Pech verfolgten Holländer (271,40.). «Ich bin zufrieden mit dem Resultat», sagte Domenico Rossi, der Nationaltrainer. Richie Wanner war ebenfalls zufrieden. «Meine Leistung war okay», so der Begginger. Der Löhninger Marco Walter bewertete seine Leistung nicht ganz so. «Die Teamleistung war gut, mit meiner persönlichen Leistung bin ich nicht ganz zufrieden. Ich habe zu unsauber geturnt», so Walter. Eine besondere Ehrung durfte der dritte Schaffhauser Vertreter, Taha Serhani, entgegennehmen. Er wurde als bester Einzelturner geehrt. 

Jede Leistungsklasse im Einsatz
Beim Swiss Cup Trainees wurde im Rahmen des Swiss Cup Zürich erstmals ein U-18-Länderkampf durchgeführt. Damit, mit dem Kidz Day und dem Paarwettkampf am Sonntag im Hallenstadion konnte das Altersspektrum geschlossen werden. Jede turnende Altersklasse erhält dadurch eine Auftrittsmöglichkeit. «Ziel des U-18-Länderkampfes ist es, den Nachwuchs zu fördern und diesem Gelegenheit zu einem internationalen Kräftemessen zu geben. Das fördert einerseits die Wettkampferfahrung und soll andererseits zu stetigen Leistungssteigerungen motivieren», erklärte Jürg Stahl, der OK-Präsident.

Wallisellen. Swiss Cup Trainees. Länderkampf Schweiz – Belgien – Niederlande: 1. Schweiz 330,70 Punkte (Baumann Christian Boden 12,75. Pferdpauschen 13,70. Ringe 13,25. Sprung 14,80. Barren 13,25. Reck 13,65); Graber Nicola (-. 13,15. 12,90. -. 12,75. 13,00); Taha Serhani (13,80. 12,75. 12,95. 15,30. 13,85. 13,80); Walter Marco (13,50. 12,60. 0. 14,70. 12,75.-); Wanner Richie (13,40.-. 13,10. 15,40.-.13,65); Yusof Eddy (13,96. 13,65.-.15,50. 14,60. 14,00). 2. Belgien 296,75. 3. Niederlande 271,40. – Mehrkampf: 1. Taha Serhani (Kutu SH) 82,45. 2. Christian Baumann (Lenzburg) 81,40. 3. Florian Landuyt (Be) 77,45. 4. Eddy Yusof (Bülach) 71,75. – Ferner: 11. Richie Wanner (Beggingen) 55,55. 12. Marco Walter (Löhningen) 53,55.